Tanner Dorfkirche

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Kirche Dorfkirche in Tanne Harz-kompakt
Kirche Dorfkirche in Tanne

Die evangelische namenlose Dorfkirche in Tanne  wurde zwischen 1694 und 1698 gebaut. Sie ist Nachfolgerin eines kleinen, kapellenartigen Bau aus dem Jahre 1593.

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Zwischen den Jahren 2012 bis 2015 konnten grundlegende Restaurierungs­arbeiten durchgeführt wurde, sodass sie wieder zu einem schönen, besuchenswerten Gottesdiestraum wurde.

Nach der Wiedervereinigung hat sich die Kirchengemeinde der Braunlager angeschlossen.

Die Gebäude

Altar mit Kanzel der Dorfkirche in Tanne
Altar mit Kanzel der Dorfkirche in Tanne

Die Kirche ist ein schlichter, einräumiger Saalbau mit dreiseitigem Chorabschluss. Der gesamte Raum ist von einer Holztonne überwölbt. An der Turmseite befindet sich eine zweigeschossige Empore auf der sich ganz oben die Orgel befindet.

In der Altarwand befindet sich die Kanzel mit 5 Schauseiten.

Die Kanzel, die Empore und weitere Ausstattungsstücke stammen aus der vorreformatorischen Zeit. Ob sie aus der ersten kleinen Kirche stammen oder aus den Nachbargemeinden hinzugekauft wurden, ist nicht bekannt.

Im Kirchturm hängen die beiden „Urglocken“ und eine Schlaguhr und sind sowohl das alte aus 1890 stammende mechanische als auch das neue elektrische Uhrwerk montiert.

Der heutige Haupteingang war ursprünglich das Leichenhaus.

Die Orgel

Zweite Empore mit Orgel der Dorfkirche in Tanne
Zweite Empore mit Orgel der Dorfkirche in Tanne

Die erste Orgel aus dem Jahre 1706 wurde im Jahre 1799 durch eine neue ersetzt. Aufgrund eines Blitzeinschlages wurde die Orgel im Jahre 1870 repariert und umgebaut. Letztmalig hat der Orgelbauer Knauf aus Bleicherode sie im Jahre 1893 zu einem Instrument mit romantischen Klang umgestaltet.

Die Kirchenglocken

Glockenturm der Dorfkirche in Tanne, Harz-kompakt
separater Glockenturm der Dorfkirche in Tanne

Die aktuellen Kirchenglocken hängen im separaten Glockenstuhl neben der Kirche. Der niedrige Glockenstuhl genügte, da er hoch über dem alten Dorf steht. Die große der beiden Bronzeglocken aus den Jahren 1842 und 1853 wurde im ersten Weltkrieg für Rüstungszwecke eingezogen. Erst 1922 wurde die große Stahlglocke gegossen.
Die kleine wurde für den gleichen Zweck im Zweiten Weltkrieg eingezogen. Im Jahre 1959 wurde die neue Stahlglocke eingeweiht.

Der Flügelschrein

Flügelschrein der Dorfkirche in Tanne, Harz-kompakt
Flügelschrein der Dorfkirche in Tanne

Die Herkunft des zweiflügligen Schreins ist unbekannt. Der Mittelteil enthält als Hauptfigur die Heilige Anna mit dem Jesuskind auf ihrem linken und Maria auf ihrem rechten Arm. Die vier weiteren Figuren sind ein Bischof, ein Ritter und zwei Heilige. Die Flügel­innenseiten sind bemalt und zeigen links die heilige Elisabeth und rechts „die Marter der 10.000 Christen“ unter König Sapor von Persien.

Die Spender

Gabriel Bernhart Walter, Oberfactor und Besitzer der Weißblechhütte mit Bierausschank, schenkte 282 Taler für den Kirchenbau.

Barbara Sophia von Windheim muss laut Inschrift im Wappen der Kanzel ebenfalls gespendet haben.

Heinrich Johan Conrad Querfurth, aus Tanne stammender Kaufmann und Senator in Annaberg stiftete die Orgel und ließ im Jahre 1781 die gesprungene große Glocke umgießen (gusseiserne Erinnerungstafel an der linken Altarseite).

Herr Gropp, aus dem Harz stammender Zuckersieder in London, ließ 1779 die Uhr erneuern.

Ernst Schmidt stiftete im Jahre 1922 anlässlich des Erwerbs der Tanner und Wiedaer Hütte die große Stahlglocke.

Heinrich Steffen, fürstlicher Theaterdirektor, stiftete 1854 die Taufschale und Kanne.

Hinweise

Die Kirche ist i.d.R. geschlossen. In der Informationstafel befindet sich die Telefonnummer von Frau Schlesinger. Sie ist auch kurzfristig bereit, durch die Kirche zu führen.

Quelle: Begleitheft zur Tanner Kirche.

Zum Bericht unseres dritten Kirchentages.

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