St. Andreasberg, die Martinikirche

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Ansicht der Martinikirche in St. Andreasberg im Harz
Ansicht der Martinikirche in St. Andreasberg im Harz

Die evangelische Martinikirche wurde als Nachfolgerin der abgebrannten St. Trinitatis-Kirche im Jahre 1811 geweiht.

 

 

 

 

Geschichte

Stich "St. Andreas Berge" von Zacharias Koch, 1606
Stich „St. Andreas Berge“ von Zacharias Koch, 1606

Die erste Kirche in St. Andreasberg wurde in den Jahren 1536 bis 1537  gebaut und als St. Trinitatis-Kirche geweiht. Bis dahin wurden die Einwohner der jungen Bergstadt kirchlich von Bad Lauterberg aus versorgt. Diese Kirche wurde bald zu klein, sodass sie 1568 abrissen wurde, um eine größere zu erstellen. Man nimmt an, dass der Chor und damit auch die Widmung zu „Heiligen Dreifaltigkeit“ erhalten blieb. Ein Stich von 1606 zeigt sie mit Kirchturm.

Martinikirche in St. Andreasberg im Harz
Martinikirche in St. Andreasberg im Harz

Im Jahre 1634 wurde ihr Uhrwerk und ihre Anläutglocke nach Clausthal gebracht und in der  Gottesackerkapelle  installiert, weil dort die Kirche abgebrannt war.

Ein Blitz entfachte am 8. Oktober 1796 ein Großfeuer, dem auch diese Kirche zum Opfer fiel. Es wurden insgesamt 249 Gebäude, darunter auch das Rathaus und die Schule, zerstört.

Nach dem Abbrand bis zum Neubau wurden eine Scheune und das Ludwiger Zechenhaus ( Halde 18 ?) als Schule und Kirche genutzt.

Die heutige Kirche wurde im klassizistischen Stil zwischen 1810 und 1811 erbaut und am Martinstag 1811 (Geburtstag von Martin Lutter – * 10. November 1483 ), als Martinikirche in St. Andreasberg, geweiht.

Sie trägt lediglich einen Dachreiter, deren Schlagglocke 1813 eingebaut wurde.

Der Glockenturm auf dem Glockenberg

St. Andreasberg Marktplatz mit Damenkapelle und Glockenberg um 1930
St. Andreasberg Marktplatz mit Damenkapelle und Glockenberg um 1930

Der Glockenturm steht 440 m südwestlich der Kirche weithin sichtbar, auf dem Glockenberg. Er steht dort schon seit vielen Jahren vor 1688 und trug bis dahin eine Alarmglocke. Als diese zersprang verlegte man die große Kirchturmglocke und eine neue kleine hierhin.
Wahrscheinlich seit 1568, aber sicher bis zu diesem Datum befanden sich zwei Glocken im Kirchturm. Die kleine Kirchturmglocke wurde unter das Kirchendach verlegt.

Im Jahre 1835 wurde er unter Beibehalt des Glockenstuhles und der Glocken, abgerissen und neu gebaut. Er ist heute das Wahrzeichen der ehemaligen Bergstadt. Heute ist St. Andreasberg, wie auch Hohegeiß, ein Stadtteil von Braunlage.

Inventar

Orgel der Martinikirche in St. Andreasberg im Harz
Orgel der Martinikirche in St. Andreasberg im Harz

Der älteste Nachweis einer Orgel berichtet von einer Renovierung im Jahre 1689.
Besonders schön fügt sich die 1977 in Bautzen gebaute “Eule-Orgel” ein. Es dauerte noch 2 Jahre bis sie vollständig fertig gestellt war.

Man nimmt an, dass die Deckengemälde (s.u. Fotogalerie) aus dem Baujahr der Kirche ( 1811 ) stammt.

An der Südseite der Kirche hängt eine 1982 gefertigte Holztafel, auf der das „Vaterunser “ in Oberharzer Mundart nachzulesen ist.

Die ältesten gottesdienstliche Gräte stammen noch aus dem 15ten Jhd. Diese werden jedoch nicht mehr genutzt.

Hinweise

Zur Zeit (Sommer 2017) wird die Kirche renoviert und ist deshalb geschlossen.
Ansonsten ist sie werktags von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Sonntags­gottesdienst findet üblicherweise um 11.00 Uhr statt.

Herr Pastor Walter Merz öffnete uns die Kirche, informierte uns und überließ und die „Geschichte der Evangelisch-lutherichen Kirchengemeinde Sankt Andreasberg“ ( Haupttitel: „Auf dem St. Andreasberg“ von Rudolf Stiens).

Dafür bedanken wir uns bei Herr Merz  an dieser Stelle.

Dieses Buch diente als Grundlage dieses Textes.

 

Foto Galerie

 

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