Kurzwanderung von Goslar nach Bad Harzburg

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Kurze Wanderung von Goslar über Oker nach Bad Harzburg

Die kurze Wanderung von Goslar über Oker nach Bad Harzburg ist sehr abwechslungsreich. Im ersten Abschnitt ist sie wegen des  Erzbergbaus im Rammelsberg bei Goslar sehr  Bergbau lastig. Man sieht die Gebäude der ehemaligen Aufbereitung, geht auf dem alten Schienenstrang und kommt an den sogenannten Absetzteichen mit deren Sukzessionsfläche vorbei. Nachdem Oker durchquert ist, läuft man am Waldrand eines Buchenwaldes, mit vielen weiten Ausblicke über die Gestütswiesen in das Harzvorland und zum Saurier mit „seinem“ Berg.


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Länge: 11 km, Höhenmeter: 220 m GPX-Track zum download

Goslar bis Oker

In Goslar gehen wir zunächst am Waldrand vom „Blauen Haufen“ auf dem ehemaligen Gesteinslehrpfad in Richtung Berufsförderungswerk nach Osten.

Blaue Haufen

Gekalktes Bergwerkswasser auf dem Weg von Goslar nach Bad Harzburg
Gekalktes Bergwerkswasser auf dem Weg von Goslar nach Bad Harzburg

Seinen Namen hat der Blauen Haufen aus der Bergbauzeit erhalten. Zum einen war dieser Hang infolge vieler Erztransportwege kaum bewachsen und zum anderen hat der Bau des Tiefen-Julius-Fortunatus Stollen, der das Bergwerk entwässern sollte, viele „Maulwurfshügel“ aufgeworfen. Das frei liegende Gestein ist in der Sonne blau schimmernder Schiefer.

Armerzaufbereitung

Ein altes Bahngleis auf dem Weg von Goslar nach Bad Harzburg
Ein altes Bahngleis auf dem Weg von Goslar nach Bad Harzburg

Hinter dem Berufs­förderungswerkes folgt man der Schützenallee bis kurz hinter die langsam verfallende Erz­auf­berei­tungs­anlage auf dem Bollrich. Sie wurde erst 1953 gebaut um das Armerz für die Verhüttung aufzuarbeiten. Das Armerz wurde mit Loren durch den Gelenberger Stollen, es handelt sich hier um einen Tunnel, antransportiert. Nach der Aufbereitung erfolgte der Weitertransport mit Zügen der Normalspur. Die Gleise sind z.T abgebaut und z.T. stark überwachsen. Gleich hinter dem Gebäudekomplex biegen wir in das Wäldchen und halten uns halb links bis wein primitiver Steg über einen Bachlauf führt. Der Bach ist zeitweise milchig weiß. Sein Wasser stammt auch den Erzbergwerk. Es ist immer noch von Schwermetallen belastet und wird in der ehemaligen Armerzaufbereitung mit Kalk neutralisiert.

Absetzteich

Von Goslar nach Bad Harzburg im Schnee
Zwischen Oker und Bad Harzburg im Schnee

Er fließt in die Absetzteiche – auch Absitzbecken genannt, deren letzten Damm wir nach dem Segel­flugplatz überqueren. Von hier bietet sich ein weiter Blick über den relativ großen Rangierbahnhof Oker bis ins nördliche Harzvorland. In den Teichen lagerten sich zu Bergbaus Zeiten die ausgeschwemmten Schwermetalle ab. Heute denkt man darüber nach, diese wieder zu bergen und zu nutzen.

Oker nach Bad Harzburg

Von Goslar nach Bad Harzburg im Schnee
Zwischen Oker und Bad Harzburg im Schnee

Dieser Abschnitt zeichnet sich durch abwechslungsreiche Naturelemente aus. Im Ort Oker kann man ein kleines Stück über die Oker­promenade gehen. Der Weg geht dann bis zum Ortsrand kräftig bergan. Der Waldweg führt nahe dem Waldrand entlang, sodass sich immer wieder der Blick ins Vorland und über Gestütswiesen öffnet. Im weiten Mittelgrund kann man den Steinbruch Langenberg erkennen. Hier wurde 1998 die neue besonders kleine Art der sonst riesigen Langhals-Dinosaurier entdeckt. Diese Art wurde nach seinem Entdecker „Europasaurus holgeri“ benannt.

Hier passiert man später einige gefasste Quellen und viele Bäche und geht vorwiegend unter Laubwald. Bevor man am Waldkaffee Goldberg vorbei kommt, entdeckt man einen Waldfriedhof für Haustiere. Kurz vor Bad Harzburg muss man noch einmal eine kurze Stecke kräftig bergan steigen.

 

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