Mein Weg zur Sony Alpha 6000 und dann immer wieder warten

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Seit einigen Jahren arbeite ich mit Digitalkameras von Sony. Zuvor war ich ein Agfa-Rollei-Nikon-Fan. Das legte sich jedoch, als ich nach vielen Jahren eine neue Kamera benötigte und die ersten DSLM herauskamen.

Agfa CLACK

Agfa CLACK: Autor: Sven Storbeck - Eigenes Werk, CC BY-SA 3 0, httpscommons.wikimedia orgwindex.phpcurid=266840
Agfa CLACK
Foto: Sven Storbeck – Eigenes Werk, CC BY-SA 3 0, httpscommons.wikimedia orgwindex.phpcurid=266840
Vergleich APSC-, FF-, Mittel-Format

Meine erster Fotoapparat war vor ewigen Zeiten, im Jahre 1966, eine sehr unförmige Agfa Clack mit einem Filmformat 6 cm × 9 cm. Von diesem Mittelformat kann man in der digitalen Welt nur träumen. Da kommt keine Digitale Hasselblad oder Phase One mit ca. 4 cm *5 cm Sensorgröße ran. Aber damals waren es halt „nur“ Zelluloidfilme, die belichtet wurden. Der Kamerakörper konnte preiswert bleiben.
Nachdem ich den Film „vollgeknipst“ und ihn mit einer kleinen Kurbel zurückgedreht hatte, brachte ich ihn zur Entwicklung.
Die Spannung stieg bis nach einigen Tagen der Negativfilm vorlag. Aus dem Streifen konnte ich dann dieses und jenes Foto auswählen um es als Bild fertigen zu lassen. Zu viele waren verwackelt oder falsch belichtet, um alle gleich als Bild entwickeln zu lassen.
Ich erinnere mich nicht mehr an die Film- und Entwicklungskosten, aber ein Großteil meines Taschengeldes habe ich dafür geopfert. Damals waren die laufenden Kosten für das Hobby eines Jugendlichen sehr sehr hoch.

Rollei 35S

Rollei 35 S

Einige Jahre später wurde ich stolzer Besitzer eine Rollei 35S, ein damals winzige Kleinbildkamera (ca. 10 * 6 * 3 cm³, ca. 370 g) mit versenkbarem Objektiv, eingebautem Belichtungsmesser mit Nachführtechnik. Mein Onkel rannte immer noch mit einem externen Belichtungsmesser rum. Mensch, war ich fortschrittlich! Die Rädchen für Blende und Zeit führten einen mechanischen Zeiger bis er mit dem des Belichtungsmesser überein stimmte. Die Filmempfindlichkeit musste ebenfalls mit einem Rad voreingestellt sein. Es war jetzt die Zeit der Dias. Die Kleinbildfilme waren üblicherweise für 36 Bilder ausgelegt. Mit etwas Geschick beim Filmeinlegen konnte man auch 38 Bilder erhauskitzeln. Mit etwas Ungeschick fasste dann das Transportrad nicht und man konnte 40 Bilder schießen bevor man merkte, dass der Film nicht mitgenommen wurde. In der Regel hätte das der Bildzähler angezeigt. Aber das war nur die Regel und die erlaubte halt auch Ausnahmen: sehr sehr ärgerlich.
Die Rollei 35S habe ich heute noch, allerdings steht sie mit defektem Belichtungsmesser im Schrank

Noch einmal zu Erinnerung. Da jeder Film lieferte 36 Bilder überlegte ich mir genau was und wie jedes Motiv abzulichten war. Die damaligen Kriterien unterschieden sich jedoch sehr von den heutigen. Zwei bis drei Filme pro Urlaubswoche waren für mich die obere Grenze. Und heute? 36 Bilder mit einem Druck auf den Auslöser 😉

Nikon

Dann kamen nach einer fotografischen Pause, die ich mehr zum filmen nutze, die ersten brauchbaren DSLR auf den Markt. Das war die Rückkehr zum Fotoapparat, nein – zur Digitalkamera! Ich entschied mich zunächst für eine Nikon D40X mit diversen Objektiven, schnell für die D300.

Dann entdeckte ich die kleine Sony RX100* (ca. 4 * 10 * 6 cm³, ca. 210g ). Sie erinnerte mich mich gefühlsmäßig an meine alte Rollei, sodass sie mein Eigen wurde. Die guten Ergebnissen des kleinen 1“ Sensor überraschten mich sehr. Aber sie war kein Ersatz für meine Nikon.

Sony Alpha 6000*

Als sich die spiegellosen Systemkameras (DSLM) vom Nischenprodukt befreiten, hieß es für mich: warte, warte, warte noch, warte immer noch, warte noch – jetzt. Das war der Zeitpunkt als Sony die Alpha 6300 herausgebracht hatte und die Alpha 6000 für mich als Testkandidat preiswert genug wurde. Statt Kit-Linse hatte ich gleich das Zeiss 16/70 hinzugenommen, mit dem ich bis heute zufrieden bin und u.A. diverse Videos für YouTube produziert.
Die Kamera mit meine Linsen überzeugten so sehr, dass ich meine Nikon beiseite legte. Klein, leicht und gute Qualität. Die viel geäußerte Kritik am Menü kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe mich schnell daran gewöhnt.
Nach der Alpha 6300* kam schnell die Alpha 6500* und bei den Vollformaten gab Sony die gleiche Entwicklungsgeschwindigkeit vor.

Warten, warten, …

„Also“, dachte ich, „ich warte auf die Alpha 6700. Die dürfte dann wohl nicht lange auf sich warten lassen.“ Doch lässt sie! Wieder warten, warten, noch nicht, immer noch nicht, grimmig, ärgerlich.
Sollte ich jetzt doch wieder zu Nikon, zur Z6*, wechseln? Nur, meine alten Linsen habe ich nicht mehr. Ich bin mit diesem Zustand sehr, sehr unzufrieden.
Dann greife ich zwischendurch zur GoPro*.
Eine gute Alternative wäre auch die neue Fujifilm X-T3*. Im Februar und März 2019 bietet Fuji/Amazon darauf einen 200,00 € Sofortrabatt.

Geht es euch ähnlich? Was habt ihr erlebt?

Hinweise

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2 Gedanken zu „Mein Weg zur Sony Alpha 6000 und dann immer wieder warten“

  1. Hallo Dirk,
    eine sehr interessanter Bericht und
    zum Glück ! ich musste NICHT „warten, warten und wieder warten…“
    weil ich ein CANON besitzer bin und ich glaube die sind paar Tage schneller !!
    Aber, eine frage habe ich noch:
    bist du noch stolzer Besitzer von
    Agfa CLACK und Rollei 35S
    – es wäre sehr interessant zu sehen !!

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