Kirche „Zur Himmelspforte“ in Hohegeiß

Print Friendly, PDF & Email

Geschichte

Kirche "Zur Himmelspforte" in Hohegeiß
Kirche „Zur Himmelspforte“ in Hohegeiß

Das erste Gotteshaus stand seit dem Jahre 1444 oberhalb des Steinkreuzes an der Langen Straße. Eine Karte und Rechnungen aus Mitte des 17. Jdh. zeigen, dass es schon mit einem Turm, mehreren Glocken und einer Uhr ausgestattet war.

Zum Film

Zwischen den Jahren 1701 und 1704 wurde die heutige Kirche etwas oberhalb des alten Standortes errichtet. Der Gründe zum Neubau waren die gestiegene Einwohnerzahl, das Alter des Bauwerkes und die Konversion der Gemeinde zum evangelischen Glauben.

Die Kirche hatte zunächst nur einen Dachreiter. Er wurde entfernt als 1843 ein Glockenhaus mit Uhrwerk und Läutglocken erbaut wurde. Da das Dach des Glockenhauses niedriger als das des Kirchenschiffes war, konnte man die Kirche kaum noch als solche erkennen. Daher wurde im Jahre 1893 endlich der heutige Kirchturm angebaut.

Nach dem II. Weltkrieg zogen bis zu 400 katholische Flüchtlinge in die rein evangelische Gemeinde. Sie konnten diese Kirche für ihren Gottesdienst bis 1971 nutzen. Dann war die katholische Kirche „Heilige Geist“ fertiggestellt.

Jetzt konnte die evangelische Kirche vollständig renoviert werden. Bis 1974 nutze nun die evangelische Gemeinde das katholische Gotteshaus.

Das Gotteshaus

Schiff der Kirche "Zur Himmelspforte" in Hohegeiss
Schiff der Kirche „Zur Himmelspforte“ in Hohegeiß

Die Kirche ist ein nach Osten gerichteter, kreuzförmiger Fachwerkbau, dessen Außenwände mit Brettern verschalt sind.

Das Kirchenschiff enthält eine dreiseitige Empore auf deren Westseite die Orgel steht. Eine mit vorgesetzten Säulen aufgelockerte Kanzelwand trennt den fünfseitigen Chorabschluss, der als Sakristei genutzt wird, vom Schiff. In die Wand integriert ist die Kanzel, deren Schalldeckel das Kruzifix trägt. Die Kanzelwand wurde erst in den Jahren 1779 und 1783 eingebaut.

Im Inneren schließt der Raum oben mit einer verschalten Holztonne ab.

Die Glocken und ihr Turm

Der 27m hohe Kirchturm trägt eine Zwiebellaterne. Er kann aus dem Vorraum über eine steile Leitertreppe bestiegen werden. Außer den Glocken befindet sich das noch funktionsfähige Uhrwerk von 1887.

Wie in fast allen Kirchen mussten die große Glocke und die Prospektpfeifen der Orgel im I. Weltkrieg als „Metallspende“ abgegeben werden. Im Jahre 1927 konnte die Glocke ersetzt werden. Aber schon 16 Jahre später musste die große Glocke und zwei Altarleuchter wiederum „gespendet“ werden. Im Jahre 1962 wurde eine neue zweite Glocke gekauft. Die alte Glocke stammt aus dem Jahre 1893. Beide Glocken bestehen aus Bronze.

Die Orgel

Orgel der Kirche "Zur Himmelspforte" in Hohegeiß
Orgel der Kirche „Zur Himmelspforte“ in Hohegeiß

Beim Kirchenbau hatte man zwar eine Orgelempore vorgesehen, konnte aber die erste Orgel erst im Jahre 1779 eingebaut. Bis dahin nutzte man sie als „Singechor“. Um 1852 eine Orgel zu installieren, erweiterte man die Empore. Diese zweite Orgel musste jedoch schon im Jahre 1887 ersetzt werden. Der Orgelmeister Knauf aus Bleicherode stellte die heutige Orgel mit gotisierendem Prospekt auf. Sie wurde bist heute mehrfach umgebaut.

Hinweise

Quelle: Begleitheft zur Kirche „Zur Himmelspforte“

Die Kirche gehört zu den zuverlässigen offenen Kirchen und ist tagsüber zur Besichtigung geöffnet.

weitere Fotos auf G+

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.