Goslar – Okertal – Kästeklippen – Goslar

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Die Rund-Tour von Goslar durch das  Okertal über die Kästeklippen und zurück ist filmisch in zwei Teile geteilt.

Teil 1: Goslar durch das Okertal bis Romkerhalle

Gosar – Okertal – Romkerhalle

Feuersalamander im Okertal
Feuersalamander im Okertal

Dieser Abschnitt zeigt den Weg bis zum Ende des Okertals bei Romkerhalle; oft nur Romkerhall genant. Der Name stammt von einer öffentlichen Trinkhalle, die einstmals hier stand und das Wasser der Romke anbot.

Fehlschlage mit Wasserfall im Okertal
Fehlschlage mit Wasserfall im Okertal

Der Pfad durch das wild romantische Okertal führt sowohl über Stock und Stein als auch über angelegte Treppen und Holzstege. Man geht Abschnittsweise hoch über der Oker oder auch nahe neben dem Gewässer, das mit großen Granitfelsen übersät ist. Man passiert die Verlobungsinsel mit dem Stempel Nr. 116 der Harzer Wandernadel. Da ich an der Marienwand  absichtlich von dem vorgegebenen Weg abgewichen bin, musste ich das Flussbett mit Hilfe der Flusssteine überqueren. Gut, dass meine Wanderstiefel bis zum Knöchel wasserdicht sind.

Man kann hier an den Felsen klettern oder dabei zuschauen und auch mit Adrenalintours durch die Oker canyoningen (s. Film 1).

Gerenne im Okertal
Gerenne im Okertal

Eindrucksvoll waren die überlaufenden Holzgerenne, die einen Teil des Okerwassers auf einem höheren Niveau zu kleinen privaten Wasserkraftwerken (Wasserwerk) leiten. Ein Fehlschlag leitet nach anhaltendem Regen das überschüssige Wasser als Wasserfall in die Oker zurück.
Das Wetter war sehr durchwachsen; von Sonne über Nebel und Gewitter war alles dabei.

 

Gosar – Okertal – Romkerhalle

 

Teil 2: Romkerhalle über Kästeklippe bis Goslar

Von Romkerhalle geht es kräftig bergauf bis zum Kopf des Wasserfalles. Es existieren zwei Wege hinauf. Der einfache führt rechts vom Wasserfall durch das Tal der Romke bis zum Horizontalweg, wo man rechter Hand die Ableitung des kurzen Romkekanals betrachten kann. Entlang des Kanals kommt man zu Kopf des Wasserfalls.

Okerhang mit Klippen Harz-kompakt
Okerhang mit Klippen Harz-kompakt

Der andere führt links vom Wasserfall steil und von der Wegbeschaffenheit beschwerlich ebenfalls zu dem Horizontalweg hinauf. Auf halbem Weg hinauf kann man einen Abstecher zur Mitte des Wasserfalls machen. Man erreicht den Horizontalweg jedoch an einer ganz anderen Stelle und muss sich rechts halten um den Beginn des Wasserfalls zu erreichen. Dieser linke Aufstieg ist sehr unübersichtlich, sodass man durchaus unnötige Wege machen muss, um oben anzukommen. Bergab ist die Route klarer.

Der Romkerhaller Wasserfall ist, wie alle Wasserfälle im Harz, künstlich angelegt. Wie schon gesagt, wird ein Teil des Romkewassers in einen Kanal abgezweigt, das schließlich über ein Leitblech in die Tiefe stürzt. Von dieser Stelle hat man einen guten Blick in das Okertal und auf das „kleinste Königreich der Welt“. Damit wirbt die Gaststätte und Hotel von Romkerhalle. Als Preußen das Königreich Hannover annektierte, wurde diese Minisiedlung keiner Gemeinde zugeordnen. Das wurde auch bei der Gebietsreform in den 1970er Jahren nicht korrigiert. Flugs darauf rief der Eigentümer ein Königreich aus und 1988 wurde die Königin Erina – Prinzessin Erina von Sachsen – inthroniert. Inzwischen gibt es einen regelrechten Hofstaat bis hin zum Konsulat.

Mausefalle bei den Kästeklippen Harz-kompakt
Mausefalle bei den Kästeklippen Harz-kompakt

Den Ausblick habe ich als Verschnaufpause genutzt, denn jetzt geht es noch einmal einige Meter bergauf bis zur Gesteinsformation „Mausefalle“. Da es immer noch, bzw. wieder einmal stark regnete, habe ich zuvor einen Abstecher zum Fuß der Feigenbaumklippe gemacht, deren Felsformation sich hier zu einem Unterstand getürmt hat. Von hier aus kann man auf kurzem, aber bei diesem Wetter nicht empfehlenswerten Pfad, um die Klippe herum, zu ihrem Kopf wandern. Ich habe vorsichtshalber den offiziellen Wanderweg genutzt. Er führt zunächst zur Mausefalle, bevor man über einen Steg von der Feigenbaumklippe einen weiten Blick über das Okertal genießen kann.

In diesem gesamten Bereich schlängelt man sich durch große Granitfelsen und kommt dann auf den Weg zur Kästeklippe. Es geht immer noch bergauf.

Alte am Berg an der Kästeklippe
Alte am Berg an der Kästeklippe

Beim Abzweig des kleinen Pfades, der auf die Kästeklippe führt, lädt das Kästehaus zu einer Erfrischung und Mahlzeit ein. Das ist jedoch nicht mein Ding. Ich habe meine Rucksackverpflegung mit. Die Sonne scheint als ich die Kästeklippe erreiche, so dass ich hier mit dem Blick auf den „Alten am Berg“ etwas esse und trinke.

An der Weggabelung zurück findet man den Stempel Nr. 118 der Harzer Wandernadel und eine Übersichtkarte. Von jetzt ab geht es bergab. Ein paar Meter weiter befindet sich mitten im Wald eine Bushaltestelle. Tatsächlich fährt hier ein Bus: Linie 866 nach Bad Harzburg (Sa + So um 11:00, 14:00 und 16:00 Uhr, Di-Fr. nur in der Saison mit einem Kleinbus). Man erkundige sich lieber vorher bei der KVG.

Ich bin hier links abgebogen, um in Richtung Oker zu kommen. Die Stempeljäger sollten direkt nach der nächsten rechtwinkligen Rechtskurve links in den Pfad abbiegen. Der führt sie zur Felsformation Treppenstein (Stempel Nr. 117), die auch an sich sehenswert und besteigbar ist. Ich bin auf dem Hauptweg, bis zu einer Bank, an der man bequem einen kleinen Bach erreichen kann, geblieben. Etwas frisches, kaltes Bachwasser tat meinem Durst und dem erhitzten Gesicht gut. Denn jetzt knallte die Sommersonne in die Baumschluchten der bereiten Forstwege.

Über den Ziegenrücken und seiner gleichnamigen Klippe erreicht man wieder das Waldhaus im Okertal. An dem bin ich auch schon auf dem Hinweg vorbeigelaufen und damit ist der Rundweg beendet. Von hier geht es auf bekanntem Wege zurück nach Goslar.

Zusammenfassung

Der Wegabschnitt von Goslar bis zum Waldhaus im Okertal ist, bis auf sehr kleine Abschnitte, nicht gehenswert. Man durchquert auf der ca. 5 km langen Strecke überwiegend Fichtenforst auf Asphaltwegen. Vom Waldhaus im Okertal, wo genügen Parkplatz ist, führt die erste Weghälfte auf einem Wanderpfad durch das wild-romantische Okertal bis Romkerhalle. Auf halbem Weg passiert man die Verlobungsinsel in der Oker. Hier steht das Häuschen des Stempels Nr. 116 der Harzer Wandernadel. Dieser Wegabschnitt ist für MTB nicht geeignet. Von hier führen zwei Wege zum Kopf des Romkerhaller Wasserfalls. Ich empfehle für Wanderer und MTBler den rechts vom Wasserfall durch das Romketal führenden. Oben angekommen blickt man auf das kleinste Königreich der Welt. Nach ein paar weiteren Höhenmeter erreicht man die Granitfels- und Klippenlandschaft. Am Kästehaus kann man einkehren bevor es evt. auch über den Treppenstein zurück zum Waldhaus geht. Auf dem Weg liegen die Stempelstellen Nr. 117 und Nr. 118.

Fotos zu Tour auf G+

GPX-Track zur gesamten Wanderunghttp://www.fewo-goslar-ferienwohnung.de/ferienwohnung-maptrack.php?Datei=GS-Oker-Kaeste.gpx

Tipp

Weitere Infos zu diesem Thema findet ihr auch bei unserem befreundeten Harzkaleidoskop.

3 Gedanken zu „Goslar – Okertal – Kästeklippen – Goslar“

    1. Hallo Tom,
      der 2. Teil lieg in der Pipeline. Ich will jedoch jetzt erst einmal unsere Kirchentour abschließen. Da fehlt auch noch das Eine und Andere.
      Ich schätze, dass es in 4 Wochen fertig sein wird-
      Dirk

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