Der Oderteich und der Rehberger Graben

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Unser Ziel war dieses Mal der Oderteich mit seiner Ausflut und dem Rehberger Graben. Wir wollten den klaren Wintertag für Foto und Filmaufnahmen nutzen.

Dieses Wassersystem ist Teil der UNESCO-Weltkulturerbes und liegt mitten im Nationalpark Harz.

 


 

Er liegt an der B 242 auf ¾ des Weges von Clausthal-Zellerfeld nach Braunlage. Von Bad Harzburg aus ist er in Richtung Braunlage schnell über die B4 zu erreichen.

Der kleine Parkplatz liegt nur ein paar Meter vom Damm entfernt.

Freizeit

Der Oderteich liegt mitten im Westharz und gleichzeitig mitten im Nationalpark Harz. Damit gibt es viele Wander- und MTB-Routen, die sich um den See als kurzen oder auch sehr langen Rundweg ziehen. Wegen des Wildnis-Anspruchs den Nationalparks gibt es hier keine eintönigen Forstwälder, sondern Moor, Sumpf, Totholz und Bäume jeden Alters. Abgesehen vom Teich haben wir viele kleine Rinnsale und Bäche die uns unterhalten. Man geht/fährt fast ausschließlich über Stock und Stein und Holzstege.

Im Dammbereich des Sees kann man Baden. Da es dort schnell tief wird, sollte man als Nichtschwimmer hier sehr behutsam sein.

Oberharzer Wasserwirtschaft

Wie alle Teiche im Harz, ist der Oderteich ein Stausee, dessen Wasser die Gruben der Bergwerke über Gräben und Wasserläufe ( unterirdische Gräben ) auf in Trockenzeiten in Betrieb halten sollten. Ihre sogenannten Aufschlagwasser trieben über oberirdische und unterirdische Wasserräder die Pumpen und Förderanlagen an. Normale Wasserräder ( Kunsträder ) waren für die Pumpen und Fahrkünste (bewegliche Leitern mit der Funktion einer Rolltreppe) und die Kehrräder (in beide Richtungen zu betreibende Wasserräder) waren für die Förderanlagen zuständig.

Der Begriff „Oberharzer Wasserwirtschaft“ wir im Sprachgebrauch auch mit dem früher üblichen Begriff „Wasserregal“ gleich gesetzt. Ersterer beschreibt die Technik und das Management des Wassersystems. Letzterer ist das Wasserrecht des Kaisers, das er an die Bergleute für dieses speziellen Nutzen verliehen hat.

Oderteich

Der Oderteich wurde 1722 fertiggestellt und war dann über 170 Jahre der größte Stausee Deutschlands mit einer Dammhöhe von gut 17m. Über den Rehberger Graben wurden „die Wasser“ den Bergwerken in St. Andreasberg zugeführt. Mit dem Wasser des Teichen konnte eine 3 monatige Trockenheit überbrückt werde. Die Grube Samson kann heute besichtigt werden. Als Alleinstellungsmerkmal hat sie noch eine betriebsfähige Fahrkunst. Ein Verein ist dabei Grube Roter Bär wieder aufzuwältigen, d.h. begehbar zu machen.

Rehberger Graben und Oder

Wir waren während der Schneeschmelze am See, so dass wir das ausströmende Wasser aus der Ausflut (Überlauf) beobachten konnten. Dieses Schauspiel ist meist nur kurz in dieser Zeit zu beobachten, da der ständige Abfluss, der im Strieglhäuschen auf dem Damm geregelt wird, in den gut 7km langen Rehberger Graben geleitet wird. Um die Oder nicht vollständig trocken fallen zu lassen, wird ein Teil des Grabenwassers über einen Fehlschlag abgeleitet.

Die Oder entspringt im Oderbruch, nahe der Siedlung Oderbrück/Braunlage, speist außer dem Oderteich auch den Oderstausee bei bad Lauterberg und mündet nach 56km in die Ruhme.

2 Gedanken zu „Der Oderteich und der Rehberger Graben“

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