Waldbildverschönerung im Nationalpark

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Der Nationalpark Harz verschönert der Touristiker wegen sein Waldbild.

Ich will an dieser Stelle über eine Entwicklung hinweisen, die anders und schneller kam, als wir vor kurzem noch berichteten. Unser Video zum Borkenkäfer (    ) und den zugehörigen Blog muss ich also ergänzen. Das Video endete mit Kartenausschnitten, an denen man den natürlichen Waldumbau gut beobachten kann und dem Hinweis, dass es kaum 10 Jahre dauert bis von den stehenden Totholz kaum mehr etwas zu sehen ist.

Inzwischen haben unsere Touristiker den Nationalpark derart weichgeklopft, dass er in die Kernzone, auch Naturdynamikzone genannt, tätig wird. In diesem Bereich darf und will der Nationalpark gemäß seinem Selbstverständnis nicht mehr eingreifen. Die einzigen Ausnahmen dazu wären Sicherungsmaßnahmen z.B. an Wegen oder der Bahnlinie.

Fällung des stehenden Totholzes in der Naturdynamikzone
Fällung des stehenden Totholzes in der Naturdynamikzone

Jetzt hat ein „Borkenkäfer-Gipfel“, so benennt es die Goslarer Zeitung (GZ) am 20.12.2018, beschlossen, das stehende Totholz an der B4 zwischen Torfhaus und Braunlage umzulegen. Der Anblick des stehenden Totholzes sei den Touristen nicht zuzumuten. Also soll es gefällt werden, damit es schneller von den nachwachsenden Jungpflanzen verdeckt wird.

„An der B4 wird die Optik überarbeitet“, titelt die GZ. Seit dem Jahre 2011 ist dies ein Teil der Naturdynamikzone, dem heiligsten Bereich des Nationalparks. Hier legt er also der Optik wegen Hand an.

Für den interessierten Touristen folgt daraus, dass er demnächst diese natürliche Walderneuerung nicht mehr vom Auto aus besichtigen kann. Er muss, auch wenn er nicht gut zu Fuß ist, sich auf denselben machen, um dieses großflächige Ereignis erleben zu können.

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